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1 (1854)
Entstehung
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170
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Siebenter Gesang.

Aus ihren schönen Augen Thränen fließen.

Als so dem stummen Waid ihr Leid sic klagt.

Tancred indeß, der eifrig sucht und reitet,

Wird vom Geschick stets weiter ab geleitet.

23 .

Er folgt den eingedrückten Spuren eilig,lind lenkt den Renner nach dem nahen Wald,

Wo von den dichten Bäumen schwarz und gräulichSv tiefe Finsternis; hcrniedcrwallt,

Daß er, voll Zweifel suchend, nicht mehr treulichErkennen kann der rechten Spur'Gestalt,

Da steht er nun, mit allem Fleiß zu lauschen:

Ob er nicht Waffen hört, nicht Tritte rauschen.

24 .

Wenn durch der nächtigen Lüfte leises Regen,

Der Nlm' und Buchen zartes Laub sich rührt.

Wenn Wild und Vögel einen Zweig bewegen,

Dann wird von ihm dem Rauschen nachgcspürt.

Doch endlich tritt er aus den WaldgehegcnAuf unbekanntem Pfad, vom Mond geführt.

Bis daß zu einem Orte er gekommen.

An dem von fern schon Plätschern er vernommen.

2ö.

Er sicht sich dort, wo rein und klar die WelleVom Felsen springt in hell lrystall'nem Fluß;

Sic wird zum Strom und eilt in stürm'scher SchnelleZur grünen Flur hinab mit leichtem Fuß.

Voll Schmerz hält Tancred an bei dieser Stelle,

Er ruft, doch nur das Echo beut ihm Gruß;

Indessen sieht er sich mit lichten StrahlenIn rothen Tönen schon den Osten malen.