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1 (1854)
Entstehung
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158
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Sechster Gesang.

ss.

Obwohl so schwer die Sorgen nicht mehr drücken.Ist doch zu Ende nicht Herminia's Noth.

Sie bangt, ob ganz die Kühnheit möge glücken.Und fürchtet, daß ihr noch Entdeckung droht.

Doch um der Pforte Wächter zu berücken.

Sie Schweigen ihrer Furcht am Thor gebot.Clorinda bin ich, offene die Pforte,

Mich schickt der Fürst nach einem wichtigen Orte.

Die Wciberstimme, ähnlich sehr den TonenDer Kriegcrin, erleichtert den Betrug.

Wer glaubt' auch wohl, daß eine von den SchönenIn Waffen ginge, die sich niemals schlug?

Der Pförtner eilet, dem Geheiß zu stöhnen;

Die Flücht'gen reiten fort in raschem Flug,

Und wenden sich, um Sicherheit zu finden,

Auf krummem Wege zu des Thales Gründen.

07.

Hcrminia sieht im Thalc sich allein,

Und zügelt nun den raschen Lauf der Pferde;

Da sie entgangen ist der ersten Pein,

Bangt ihr nicht mehr, daß sie ergriffen werde.

Nun fällt ihr, was sie nicht bedachte, ein,

Und der Gedanke machet ihr Beschwerde;

Denn schwerer däucht ihr, als der LiebesdrangIhr täuschend log, sei zu dem Feind der Gang.

S8.

Sie sieht, es wäre thorichtcs Erkecken,

In Waffen hin zum kühnen Feind zu gehn;

Auch will sie Keinem vorher sich entdecken,

Eh den geliebten Herrn sie nicht gesehn.