Sechster Gesang.
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Im leichten Kleide sie jetzt einherschreitet,
Und scheinet doch die schönste Frau der Welt.
Von einer Magd nur lies; sie sich beistehen,
Von der, die sie zur Flucht sich ausersehen.
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Der harte Stahl nun drücket und beschwertDen weichen Hals, des Hauptes goldne Zierde;
Es greift die zarte Hand nach Schild und Schwert,
Und unerträglich schwer deucht ihr die Bürde.
Im Schimmer glänzt sie der metallnen Wehr,
Und zwingt sich auf des Kriegers stolze Würde.
Gott Amor sieht ihr heimlich zu und lacht,
Wie einst ob Heralles in Frauentracht.
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O, wie sie unter dem Gewichte stöhnet.
Wie langsam schleppt sie fort den matten Schritt! —Sie an der treuen Freundin Arm sich lehnet,
Die schützend vor ihr her den Weg betritt.
Jedoch das Liebesglück, das sic ersehnet.
Hält sie und theilt den Gliedern Stärke mit;
Bis sie dahin kommt, wo des Nosses ZügelDer Knappe hälr; schnell steigt sie in den Bügel.
Verkleidet gehn sie, wählen kluger WeiseGeheim entlegnen Weg mit Vorbedacht.
Zwar stoßen sie auf Volk, und rings im KreiseDie blanke Wehr hell flimmert durch die Nacht.Doch Niemand wagt zu hindern ihre Neisc,
Man räumt die Bahn und läßt sie außer Acht;Vorm weißen Kleid und drohenden GefunkelDes Schildes hat man Achtung auch im Dunkel.