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1 (1854)
Entstehung
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153
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Sechster Gesang.

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Und aller'Glückwunsch würde dann dich zieren.Von Latiums Frau'n würd'st du gepriesen sein;Du würdest in Italiens schonen GauenDie wahre Treu, die wahre Tugend schauen.

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Von solcher Hoffnung läßt sie ein sich wiegen.

Träumt — thöricht Weib! — des höchsten Glückes Traum!Doch tausend Zweifel sind ihr aufgestiegen,

Denn wie die Stadt verlassen, weiß sie kaum,

Weil vom Palast zur Zinn' in starken ZügenDie Wachen ziehn durch jeder Gasse Raum,

Und weil nur wicht'gen Werken offen warenDie Thore, da man bangte vor Gefahren.

Sie pflegt zur Kriegerin hinaus zu eilen.

Mit der sie längst in inn'gcr Freundschaft lebt:Oft sieht das Abendroth sie dort noch weilen.Oft schon der neue Tag, der sich erhebt.

Und eine Lagcrstätt' die Beiden theilen.

Wenn völlig ist des Tages Licht entschwebt.

Und kein Gedanke, außer dem der Liebe,

Der vor der Andern ein Geheimnis; bliebe.

so.

Nur dieses barg Herminia Clorinden;

Und, wenn sie jemals klagt, von ihr gehört.Weiß andern Grund des Grames sie zu finde».Und scheint nur durch ihr herbes Loos verstört;Jndeß da Freundschaftsbande sie verbinden.Ward ihr der freie Ausgang nie verwehrt.

Und kein Gemach, das ihr nicht offen stünde.Ob auch im Nathc oder Kampf Clorinde.