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1 (1854)
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148
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Sechster Gesang.

ao.

Es liebt und glübt die Arme; ihr verwehrtDie Hoffnung das Geschick, daS sie betroffen.Verborgne Gluthcn so ibr Busen nährt,

Sind nur der Sehnsucht Pein, nicht freudiges Hoffen;Je mehr sic einsam nun mit sich verkehrt.

Je mehr wird frei das Feuer lodernd offen;

Bis endlich ihre Hoffnung neu erwacht.

Als Tancred kommt zu Gottfrieds Hceresmacht.

sr.

Indes; die andern vor den Völker» beben.

Die hier sich nahen ungezähmt und roh;

Gewinnt ihr trübes Auge neues Leben,lind sie erblickt die stolzen Schaarcn froh;

Die Schaaren fragt ihr Blick mit gicr'gcm Streben:Wo habt ibr den geliebten Theuern, wo?

Sie sucht ihn fruchtlos oft, sic sucht, und endlichNuft sie: er ist's, ich seh' ihn deutlich, kenntlich!

es.

Ein Thurm ist bei dem Königshaus erbaut.

Den Mauern nah, uralt und hochcrhaben,

Von dessen Zinne rings man alles schaut:

Das Christenhecr, den Wall, das Thal, den Graben.Dort sitzt sie, fast eh' noch der Morgen graut.

Bis daß die Welt im Dunkel liegt begraben.

Blickt nach dem Lager, ihres Lebens Lust,

Spricht mit sich selbst und seufzt aus tiefer Brust.

6g.

Von dort schaut' sie den Kampf, und fühlte schlagenIhr Herz, im Busen zitternd, aufgeregt.

Als wollt es: dies; ist dein Geliebter, sagen.

Der dort um Tod und Leben kühn sich schlägt.