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1 (1854)
Entstehung
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149
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Sechster Gesang.

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In ihrer Brust sich Angst und Zweifel jagen,

Wie sich das Schicksal zweifelhaft bewegt;

Sa oft sie hauen sicht den grimmen Heiden,

Fühlt sie das Schwert durch ihre Seele schneiden.

Doch als sic hört: cS wird der harte StraußErneut, und diese Mähr als wahr erkannte,

Füll! sich ihr banges- Herz mit Furcht und Graus,Sic fühlt, wie Eis durch ihre Adern rannte.

Da stößt sic heimlich tiefe Seufzer aus.

Manch' stille Tbränlein auf der Wang' ihr brannte.Blaß, blutlos, schon gebrochen scheint ihr Herz,

Sie ist ein Bild des Grams doll bitt'rcm Schmerz.

os.

Sic wähnt ein gräßliches Gesicht zu sehen.

Das ihre Seele ganz mit Pein erfüllt,

Ihr Schlaf ist schrecklicher denn Todeswchen,Verfolgt von grauser, wüster Larven Bild.

Den Thcuren sieht sie dann um Hülfe flehen.Zerfleischt und blutig liegend auf dem Schild,

Und beim Erwachen muß sie naß die BrauenUnd ihren Busen von den Thräncn schauen.

va.

Doch nicht allein die Furcht vor künft'gcm LeidBewegt ihr Herz in tausend Kümmernissen,

Die Wunden, so ihm schlug der harte Streit,

Sie lassen nimmer ruhen ihr Gewissen.

Und das Gerücht, stets lügend weit und breit,

Läßt sic vom Fernen Grvßres, SchlimmrcS, wissen.So, daß sie glaubt, cs liege matt der Held,

Und todeskrank und wund in seinem Zelt.