Sechster Gesang.
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Nicht einen Laut, nicht einen Wink hier fände.Wer sehen könnte diese Schaarcn, traun.
Ein jeder steht verstummt und ohne Regung,Nur manches Herz bleibt zitternd in Bewegung.
Sie waren Beid' erschöpft, und ihrem StreiteHält' längrer Kampf zu früh ein End' gemacht;Schon hüllt indcß das Nahe wie das Weite,
In ihren dunkeln Schleier rings die Nacht,
Ein Herold nahet nun von jeder Seite,
Bestrebt zu unterbrechen ihre Schlacht,
Arid vom Lager, und aus Zions ThorenPindor, der zur Ausford'rung war erkoren.
bl.
Sie wagten es, mit ihrem FriedensstabDer beiden Kämpen Schwerter abzuwehren,
Mit jener Sicherheit, so ihnen gab
Der alte Brauch, den alle Völker ehren: —
Ihr hohen Krieger steht vom Kämpfen ab.
Gleich seid ihr so an Kraft, wie gleich an Ehren;So sprach Pindor, ihr Ritter nimmer brechtDie Rast der Nacht, cs ist ihr heilig Recht!
S2.
Zur Arbeit ist es Zeit beim Sonnenlichte,
Ein jedes Thier hält Frieden bei der Nacht;
Und edlem Herzen scheint nicht von Gewichte,
Was heimlich es im Dunkel hat vollbracht. —Drauf spricht Argant: nur ungern wahrlich richteIch nach dem Dunkel mich mit meiner Schlacht,Des Tages Zeugnis, ist mir wohl willkommen;Doch dieser schwöre, wieder hcrzukommcn. —
Tasse, best. 2cnis- lg