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Sechster Gesang.
4S.
Im Fechten gibt er, tollkühn und verwegen,
Sv Riesenkraft als Atbcms Dauer kund.
Und übermächtig schwingt er seinen Degen;
Der Himmel blitzt, cs bebt das Erdenrund.
Schwer schirmt der andre sich vor diesen Schlägen,
Sv flink, so stark; kaum Athem hat sein Mund;Argant weiß Kraft mit Eile zu verbinden.
Daß cs dem Andern schwer wird Schutz zu finden.
47.
Umsonst hofft Tancred, daß dies UngewitterNachlassen werde bald in seiner Wucht;
Drum bald entgegen, bald zur Seite schritt er.
Und wand't mit Meisterschritten sich zur Flucht.
Doch da nicht müde wird der Hcidenritter,
Jst's Noth nun, daß er seine Kraft versucht.
Und tobend nun in fürchterlicher WeiseSchwingt kräftig er sein Schwert umher im Kreise.
48.
Kunst und Vernunft muß nun der Zorn besiegen,
Die Wuth leiht Kraft und stachelt sie noch mehr.
Trifft wo ein Hieb, da sicht man Splitter stiegenVon Schienen, Maschen und kein Streich geht leer.Rings auf der Erde sieht man Waffen liegen.
Von Blut und Schweiß ist feucht der Ritter Wehr;
Es scheint des Donners Hall, des Blitzes Flammen,Wenn mit dem Schwerte trifft das Schwert zusammen.
4g.
Die beiden Völker harren auf das EndeDes Schauspiels, das sie sehen hier voll Graun,Indem auf Vortheil sie, wie MißcwendeDer Kämpfer bald besorgt, bald hoffend schau'n;