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1 (1854)
Entstehung
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143
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Aechster Gesang.

143

Das Schwert dann plötzlich eine Wunde schlagetWo es zum Scheine nur schien angezückt.

Dann wird ein Theil zum Scheine bloß gegebenUnd List sucht auf des Andern List zu heben.

4a.

Vom Schwert entblößt und schlecht bedeckt vom SchildZeigt Tancrcd nun die Seite dem Tscherkesscn,

Der gierig ihn zu treffen, Wuth erfüllt,

Sich links zu decken hat indes, vergessen.

Doch Tancred schlägt zurück das Eisen wild.

Das jener schwenkt, verwundend ihn indessen;

Dann weicht gewandt er von dem Feind zurück.

Und deckt sich gut im nächsten Augenblick.

Argant, der wüth'ge, sieht mit rotben FleckenDie Rüstung netzen sich vom eignen Blut,

Da brüllt und stöhnt er laut vor Schmerz und Schrecken,Und rasend macht ihn Pein und blind die Wuth;

Da schreit er, schwingt das Schwert auf jenen Kecken,Und stürzt auf ihn voll ungestümer Gluth.

Doch muß er bald des Gegners Stich empfinden.

Wo Schulter sich und Oberarm verbinden.

4S.

Gleich einer Bärin, die im FelscnbangDes Jägers Wurfspieß fühlt in ihrer Seite,

Sich wüthig nun auf ihre» Mörder schwang,

Verachtend kühn Gcsabr und Tod im Streite,

So flammt in dem Tscherkessen heißer Drang,

Dem Wund' an Wunde, Schmach an Schmach sich reihte.Nach Rache nun er sich so brünstig sehnr.

Daß er den Schutz vergißt, Gefahr verhöhnt.