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1 (1854)
Entstehung
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127
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Fünfter Gesang.

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79 .

Die Sicg'rin geht und führt mit sich in SchlingenDie Buhlen fvrt, de» Kriegsgefangnen gleich;

Jndeß mit bitter» Liebesgualen ringenDie Andern in des Lagerwalls Bereich.

Doch wie die Nacht ausbrcitend ihre Schwingen,Das Schweigen weckt und wirrer Träume Reich,Gehn heimlich sie — die Liebe war ihr Leiter —Der Spur Armidens nach und ihrer Streiter.

so.

Eustach folgt ihr zuerst, voll Eil' und Drang,Erwartend kaum des Abends dunkle Schatten;

Er eilt, ob auch die finstre Nacht entsank.

Die blinder Führer ihm — fvrt ohn' Ermatten;Die Nacht scheint hell und lau dem irren Gang,Doch als der Tag glänzt über Berg' und Matten,Schaut er Armidcn und der Streiter SchaarNah einem Dorfe, wo ihr Rastort war.

si.

Rasch eilt er auf sie zu; an der DeviseErkennt Nambald ihn gleich, worauf er schreit:Was suchst du hier, warum verfolgst du diese?Armidcn, spricht er, geb' ich das Geleit.

Und sei's, daß sie zum Diener mich erkiese,

Bin ich gleich Euch zu Schutz und Dienst bereit.Der andre drauf: wer wählt dich zu der Ehre?Drauf er: wer sonst, wenn's nicht die Liebe wäre?

Mich wählte Amor, dich das Glück; nun sprich.Welch' ein Erwähler scheint dir mehr gewichtig?Drauf spricht Nambald: dein Titel hält nicht Stich,Unnütze Künste das, und falsch und nichtig.