Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

Fünfter Gesang.

117

44.

Kr sprlcht's, begehrt die Wehr, sein Haupt umhülltMit feinem Stahl er nun und seine Glieder,Bewehrt den Arm mit dem gewichtigen Schild,

Sein durstig Schwert hängt an der Seite nieder;Von Hoheit, Glanz ist sein Gesicht erfüllt.

Gleich Blitzen strablt die ganze Rüstung wieder.

Den, Kriegsgott gleicht er, der mit Graus bewehrtVom fünften Sternenhimmel niederfährt.

45.

Dies stolze Herz und die empörten Geister'

Ist Tancred zu erweichen nun bemüht.

Siegreicher Jüngling, spricht er, du bist Meister,

Wo hcis; der Kampf in schweren Schlachten glüht;Ich kenne deinen Muth, hell erglcißt er.

Wenn er nur Waffen rings und Schrecken sicht;Doch mög' cs Gott pcrhüten, er erweiseSich heut so grausam in der Unfern Kreise.

46.

Sag' an, was willst du thun? willst du die HandMit der Genossen Blute gar beschmutzen?

Und jenem Heere, das in engstem BandMit Christus lebt, nun schnöde Wunden ritzen?

Soll wie die Welte sich zerschellt am StrandIn leerem Ruhm sich dieser Muth verspritzen?Vermag in dir denn Preis im HcldenthumMehr als bei Gott einst Glaubens cw'ger Ruhm?

47.

Beim Himmel, nein! Besiege dich und stilleDie Raserei, die jäb in dir ausschosi!

Gieb nach! Nicht Furcht sei cs, nein heil'ger Wille,Dies Weiche» beut dir einst das böchstc boos.