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Fünfter Gelang.
Nachdem dem Feind den Stolz benahm Rinald,Ihn tödtcnd, sucht sein Zelt er zu gewinnen,Es trifft ihn Tanercd, und verkündet dortIhm Red' und Gegenrede Wvrt für Wort.
Drauf sprach er: Wenn ich gleich für wahr nicht halte,Daß äußres Ansehn uns das Herz aufdeckt.
Weil gar zu sehr in tiefem HinterhalteDer Menschen innerster Gedanke steckt,
Wag' ich zu sagen dvch, wenn ich gestalteDes Feldhcrrn Meinung, die er nicht versteckt:
Daß du dem Rechte, das gemein ist AllenUnd seiner Macht, als Schuldiger bist verfallen.
Ninaldv lächelt, dvch sein Angesicht,
Ob lächelnd auch, erglüht Vvn heißem Brande.
Der niedre Sklave, den die Kett' umflicht,
Mag wvrteln hier, der Tklav im schnöden Bande!
Frei leb' ich; und als Sklave sterb' ich nicht.
Nie trag der Fuß, die Hand das Band der Schande.Die Hand, die führt des Siegs gewohnt das Schwert,Verschmäht ein schimpflich Band, das sie entehrt.
Lohnt Gottfried so nur Muth in den Gefechtenlind sinnt er, wie er in'S Verließ mich schafft.Als wäre ich von den gemeinen Knechten,
Die man gebunden wirft in schnöde Haft,
Er komme nur! er findet keinen Schlechten,
DaS Glück sei Richter hier und Waffentraft!Will er den Feind durch unfern Kampf erbauen,Sv soll ein wildes Trauerspiel er schauen.