Vierter Gesang.
Arniida's Antlitz strahlt nun hochcrhaben.
Vom Granr befreit mit heitern Lächelns Scherz,Und als ihr Schleier wischt die tümmertrübenAcuglein, schien selbst der Himmel sie zu lieben.
ss.
In Worten süß, und Töne» himmlischmild,Dankt für die Gunst sic, ss sie hat empfangen;Sie werde ewig sein davon erfüllt.
Und Kunde soll' die ganze Welt erlangen;
Ihr Mienenspiel spricht, ein beredtes Bild,
Was sich die Rede nicht darf unterfangen,
Ihr Jnnres wird durch Lächeln so verstellt.
Daß Keinen Ahnung des Verdachts befällt.
sa.
Da sic nun sicht, wie dem Beginn der TückenIhr Schicksal hat so freundlich zugclacht.
Denkt sie recht rasch im Werke vvrzurücken.
Eh' Mißgeschick die Thai zu Nichte macht;
Sie wirkt mit süßen Mienen, holden Blicken,Mehr als Medea's, Circe's Zauberinacht,
Und mit Sirencnkunst in Stimm' und Zügen,
Will sie den wachsten Geist in Schlummer wiegen.
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Und jede Kunst übt nun die schöne Frau,
Um immer neue Buhlen zu umschlingen; iNach Zeit und Ort bemißt sie ganz genau.
Wie da und dort die Lockung mag gelingen;Bald senkt sie schämig nieder ihre Brau',
Bald strebt ihr Gluthblick alles zu durchdrungen;Spornt den, hält jenen fest am Zügel bald,
Wie der zu hitzig liebt, und der zu kalt.