Vierter Gesang.
Von all' den Helden, die dich hier umgeben.
Weis' zehne nur zu meinem Schutze an.
Und da mir Freund' und Völker noch vertrauen.Genügen sie, den Thron neu aufzubaucn.
04 .
Ja, einer von den Edeln, der die WachtBei dem verborg nen Pförtchc» übernommen.
Will dies uns öffnen, daß zur MitternachtWir sicher in das Schloß des Königs kommen.
Er bat mich, anzurufcn deine Macht,
Die, wenn auch klein, ihm mehr wohl möchte frommen,Als wär's — so ehrt dein Banner er, dein Schwert —Ein fremdes großes Heer, gar stark bewehrt. —
ss.
Sie schweigt und harrt der Antwort nun entgegen.
Mit stummer Miene, die beredter klagt.
Doch in des Führers Herz sich Zweifel regen.
Er schwankt, da schwere Sorge an ihm nagt.
Ihm bangt vor Heidentrug, bei dem Erwägen,
Daß treu nicht der, der Gott die Treu versagt;
Doch Mitleid regt sich anderseits lebendig.
Das in solch' edeln Herzen wacht beständig.
ss.
Nicht angcbvrnc Güte ist's allein.
Die ihn bewegt, für sie sich zu erweichen,
Der Vortheil auch; von Nutzen muß es seinFührt der den Sccpter von Damaskus Neichen,Der dienstbar ihm, die Wege halte rein,
Der willig sei, die Hände ihm zu reichen,
Und Waffen, Gold und Mannschaft ihm gewähre,Wann der Egypter Schaar sich ihm annäb'rc.