Vierter Gesang.
00.
Er thuc dies?, so hört man ihn vorwcnden.
Um rein zu waschen von der Schmach sein Haupt,Um wiederum dem Stamme zuzuwendenDes Blutest Ehre, die ich ihm geraubt;
Er thut's indes;, weil noch in seinen HändenEr sicher nicht mein Erb', die Krone, glaubt.
Nur wenn vom Tod' ich werde hingcrafft.
Glaubt völlig er gesichert die Herrschaft.
01.
Er wird erfüllen wohl dast Mordbeginnc»,
Dast ruchlos er beschloß in seinem Geist.
Blut sühnt den Zorn, der flammt in seinen Sinnen,Den meine Thräncnfluth nicht schweigen heißt.
Wehrst du nicht, Herr! des; Schuh ich will gewinnen.Ich armes Mädchen, schuldlos und verwaist.
Möcht' aus der Thränenfluth zu deinen FüßenDie Rettung meinem armen Blut crsprießen!
02.
Bei diese»; Fuß, der den Gottlosen dräut.
Bei dieser Hand, bereit, das Recht zu wahrenBei deinen Siegen, die du nie entweiht.
Bei den von dir bcschirmeten Altären,
Hör' auf mein Flchn, las; finden dich bereit.
Mein Reich mir, und mein Leben zu bewahre»,
Aust Mitleid — doch nur Mitleid rührt dich nicht.Nur Billigkeit und Sinn für Siecht und Pflicht.
03 .
Du, dem von; Himmel ist die Kraft gegeben,
Daß Rechtest er nur will, und dies auch kann,Erlangest dir ein Reich, rctt'st du mein Lebe»,
Denn dir gcbört'S, wie wieder ich'S gewann.