Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
91
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Vierter Gesang.

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Flicb, Tochter, flieh' und wolle nicht ermatten.

Dir droht Verderben, wenn auch klug verhüllt.

Schon Gift nnd Schwert hat der Tyrann erkoren,

Der treulos dir den Tod hat zugcschworcn.

sa.

Was half es, weh! daß Kunde ich empfangen,

Daß warnend mir der Mutter Bild erschien.

Da ich von zager Furcht noch war befangen.

Zu kräftigem Entschlüsse wenig kühn!

In trauriger Verbannung hinfort bangenUnd nackt aus meines Vaters Ländern zieh».

Das schien zu hart! besser die Augen schließen.

Wo ich zuerst des Himmels Licht sah sprießen.

m.

Es schreckte mich der Tod; doch das Erkccken, »

Vor ihm zu slichn — wer glaubt cs? — fand ich nicht.Zch fürchtete mein Zagen zu entdecken.

Damit ich nicht beschleunige mein Gericht.

So war voll Unruh' und voll düstrer SchreckenMein Sein, gefoltert durch der Qual Gewicht,

Wie wer cntgcgensieht dem Augenblick,

Wo ihm das Schwert den Kopf trennt vom Genick.

In solcher Nvth, — sei's nun, daß mir gewogenDas Glück, sei's auch, daß Schlimm'reS droht hinfortEin Diener, in dem Schlosse aufcrzogen,

Dem meines Vaters Hof bot einen Hort,

Entdeckte mir, durch alte Treu' bewogen.

Daß der Tyrann beschlossen meinen Mord,

Da ihm er das Versprechen abgcnommen.

Noch an dein Tag mit Gift mir bcizukvmmcn.