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1 (1854)
Entstehung
Seite
71
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Dritter Gesang.

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Kein grüner Strauch erblühet hier, kein Baum,

Der schützen könnte vor dein Strabl der Tonnen.Zwei Stunden fern erbebt sich erst ein Wald,

Von gift'gem Qualm und trüben» Dunst durchwallt.

Im Osten, wo der neue Tag ersteht.

Erzieht der edle Jordan seinen Legen;

Gen Westen ist dort, wo er untergeht.

Des MittclinccreS sand'ger Strand gelegen;Nordwärts Samaria, Bethel, wo crböbtDer Altar ward den, goldncn Kalb; und gegenDe» Süd, der Rege» spendet diesem Land,

Liegt Betblchem, wo einst der Herr erstand.

ss.

Gottfried beschaut die Mauern boch, den Zwinger,Und ringe-her uni Jerusalem das Land,

Denkt, wo zu lagern sei, und wo geringerVon Feindes Mauer sei der Widerstand.

Hcrminia merkt'S, zeigt auf ihn mit den, Finger,lind spricht, den, Heidenkönig zugewandt;

Gottfried ist Icncr in des Purpurs Zierde,

Im Antlitz so viel Herrschers,»» und Würde.

so.

Geboren ist zum Herrscher er wahrhaft,

Sv kennt er im Befehl die rechte Weise!

Als Führer grosi, als Ritter musterhaft,

Und doppelt würdig so in, ganzen Kreise.

Nicht könnt' ich in der ganzen RitterschaftDir Einen zeigen, der so klug, so weise.

Nur Raimund gleicht an Rath, und an GewalDes Fechtens nur Tancred ihn, und Ninald.