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Dritter Gesang.
Ihr allzukühncS Thu» verweist der Bote,
Jude»! sogleich den Rückzug er gebeut.
Kehrt um, spricht er, dass ernstlich man bedrohte,
Den Feind gestattet seht nicht Ort und Zeit,Gottfried nicht will'S. Zu folge» dem GeboteIst zwar Ninald, der Andern Sporn, bereit:
Doch knirscht er innerlich in tiefster Seele,
Und zeigt, wie schlecht er seinen Zorn verhehle.
Die Schaaren kehren um; ihr NückwärtSweichenWird von der Festung and gehindert nicht.
Nun Alles, was sich ziemt bei hohen Reichen,Vollführt an Dudo's Reiche fromme Pflicht.
Die Treuen tragen mit der Trauer Bräuchen,
Die thcurc Last, um sie gcschaaret dicht.
Indes: belügt Bouillon vom Berg erhaben
De» Bau der Stadt, der Festung Wall und Graben
55 .
Icrusalcm liegt auf zwei Bergesrücken,
Die ungleich hoch sich gegenüber sich».
Gin Thal last in der Mitte sich erblicken,
Die Stadt durchschneidcnd und die beiden Hohn.Drei Seiten zeige» jeder Schroffheit Tücken,
Zur andern lässt sich'S recht gemächlich geh».
Mit hohen Mauern ist befestigt wordenZumeist die ebne Seite gegen Norde».
56 .
Drinn in der Stadt ist für Cisternen Raum,
Und Ueberfluß an Teichen, frischen Bronnen;
Doch rings uniber ist grün der Boden kaum.
Von keinem Bächlein, keinem Quell durchrvnnen.