Zweiter Gesang.
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Zu gleicher Zeit mit mir wirst du verkommen.
Wo dann dein lcizter Hauch noch mich entzückt.
So spricht er weinend; sic, voll Seelenadel,
Erwicdcrt ihm mit diesen, zarten Tadel:
36 .
Freund, andere Gedanken, andre KlageErheischt aus wichtigem Grunde nun die Zeit.
Denk" an den ird'schcn Lauf der Prüfungstagc,
Das; Gott den Guten hohen Lohn verleiht!.
Ans ihn schau' duldend, süß ist dann die Plage,
Froh hoff' auf jenen Thron der Ewigkeit!
Den Himmel schau, wie schön, und schau die Sonne,Sie bringt uns Trost, sie ladt uns ein zur Wonne. —
S7.
Da weint das Hcidenvolk, gerührt von Schmerz,
Da weint der Christ, doch mit gedämpftern Stimmen.Ein Etwas scheint selbst durch das barte HerzDes Königs seltsam weich hindurchzuglimmcn.
Er fühlt's und ärgert sich; er will von ErzErscheinen, kehrt sich ab, sich fest zu stimmen.
Beweint von Allen sic allein nicht weint,;
Und ihre Thräncn nicht den andern eint.
In der Entscheidung kommt ein Krieger her,
Er scheint gar stolz und würdig sehr von Wesen;Als Fremdling kündet Kleid ihn so, als Wehr,ES scheint, in fernem Land sei er gewesen;
Der Tiger auf dem Helme ziehet sehrAuf ihn den Blick, ein Zeichen, hoch erlesen,Clorinda trägt's, wenn sie im Kriege sicht;
Man glaubt, sie sei's und darin irrt man nicht.