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1 (1854)
Entstehung
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Zweiter Gesang.

Er glaubt, daß sic zu höhnen sich bemüh».

Und mit den Martern treiben ilir Gespötts,

(lilaubt beiden, spricht er, fesselt sie und ihn,

Führt sie zu ihrer würd'gcn Sicgcrstättc!

Er winkt den Scherge», die von Eifer glühn.

Und rasch den Jüngling fesseln mit der Kette,

An einen Pfahl legt man sie Beide diehr.

Rücklings und abgewandt das Angesicht,

M.

Schon sicht man rings den Schcitcrbaufen ragen.

Schon glüht der Blasbalg von der Flamme Schein;

Da bricht der Jüngling aus in Wchcklagen,

Und spricht zu ihr, vereint in gleicher Pein:

Ist dies das Band, das ich gehofft zu tragenDureh's Leben hin, mit dir stets im Verein?

Die Flamme die, die einst mit gleiche» GluthcnDurch unsre Herzen — wähnt' ich — sollte fluthcn?

!U,

Mit andrer Kluth, mit andrem Band verwobenHätt' Amor uns, als nun das- Schicksal bot;

Zu viel; zu viel! es ist dies Band zerstoben.

Doch ewig eint uns jetzt die höchste Noth.

Wohl nun! zum Scheiterhaufen jetzt erhoben,

Thcil' ich mit dir so gern den Feuertod,

Das Brautbctt nicht! — nun kann mich nimmer schmerzenDein — mein Geschick, ich sterb' an deinem Herzen.

S5,

Und, o mein Tod, wie bist du mir willkommen!

Da selig süsie Marter mich beglückt!

Da ich in deine Nabe bin gekommen.

An deiner Seit' dem Leben werd' entrückt!