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1 (1854)
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35
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Zweiter Gesang.

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Wie täuschte sie die Wacht? das Bildniß, wieEntführte ste'S, mit welcher List im Bunde?

That ste'S, erzähle sic's! Ich bin der Dieb!

So sprach er, der, die ihn nicht liebt, zulieb.

29 .

Und drauf: von dort, wo Lust und SonnenscheinIn eure Moschee hineingclangen,

Drang durch ein kleines Loch bei Nacht ich ein,

Nus Wegen, wo kein Mensch von mir gegangen.

Die Ehre, wie der Tod, sind beide mein!

Sie soll für mich die Strafe nicht empfangen!

Mein ist dies Feuer, mein dies Kettenband,

Den Scheiterhaufen seht für mich in Brand!

30 .

Sie hebt das Haupt und blickt so himmlisch gütig,

Im Auge sanfte Frömmigkeit, ihn an.

Welch' Nasen treibt dich, welch' ein Nathschluß zieht dichHierher, du armer, unschuldvollcr Mann?

Glaubst, ohne dich sei ich zu wankclmüthig.

Zu tragen, waS die Macht deS WüthrichS kann?

Ich Hab' ein Herz, und, gilt eS, eins zu tödten,

Gcnügt's an dem, kein Helfer ist von nvthcn.

31 .

So spricht sie zu Olind, doch ihr Geheiß,

Sticht ändcrt'S ihn, nicht will er Folge geben.

O großes Schauspiel, wo die Liebe heißIm Kampf ist mit großmüth'ger Tugend Streben,

Wo Tod erscheint des Siegers höchster Preis,lbnd des Besiegten größte Pein das Leben!

Da Beide sich hartnäckig in der SchuldVerklagen, reißt dem König die Geduld.

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