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Zweiter Gesang.
ss.
Doch war die That nicht Raub, noch Näub'rin ich.Gerecht war's, ungerechte» Raub zu lösen. —
Da knirscht und schäumt vor Zorn der Wüthcrich,Ganz löst sich ihm der Zügel alles Bösen. —
Nun hoffe nicht Verzeihung mehr sür dich.
Du keusches, hohes Herz, du cdicS Wesen!
BcrgcöenS schuht dich Amor mit dem SchildDer Schönheit gegen seine Wuth, so wild.
so.
Ergriffen wird die Schöne; zorndurchdrungenVerdammt der Herr zum Feuertod die Maid.
Von Fesseln wird ihr zarter Arm umschlungen.Geraubt der Schleier ihr, das keusche Kleid;
Sie schweigt, doch Furcht hat nimmermehr bezwungenDies starke Herz, nur etwas Bangigkeit,
Die schöne Wang' erbleicht, doch saust erblassend,Slicht Blässe, zartes Weiß nur blicken lassend.
Die große That ward ruchtbar und sie führteViel Volk herbei. Olind kam zu den Ncih'n;
Klar war der Raub noch unklar, wer'S vollführte;
Er denkt, cS könnte die Geliebte sein.
Doch wie er sicht, daß sie die Kette schnürte.
Nicht mehr verklagt, nein, schon verdammt zur Pein,Die Henker schon beim bösen Werk geschäftig.
Stürzt er dahin durch das Gedränge heftig.
ss.
Er rief: deS Raubes ist nicht schuldig sie.
Nein, nein, nur Wahnsinn spricht auS ihrem Munde,Sie dacht' es, wagt' cS, könnt' cs rauben nie.
Ein einsam blödes Weib und sonder Kunde!