Erster Gesang.
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Wo fuhrt ihr hin mich, der ich nicht versessenAufs Zählen bin, vereint durch süßes Band,Gildipp' und Odoard? die so in Liebe brennen,
Daß Krieg, ja Tod, die Gatten »initiier trenne»!
57.
Was bringt uns Amors Schule nicht für Kunde!Die zarte Frau, sie wird im Kriege kühn.
An des Geliebten Seit' in jeder Stunde;
Ei» herber Schlag streckt Beider Leben hin.
Gleich ist der Schmerz für Beide, gleich die Wunde,Kein Streich hat ein ent Schaden je'verlieh».
Wird er verletzt, so mußte sie erbleichen.
Und blutet er, auch ihr die Seel' entweichen.
58.
Doch diese überstrahlt Rinald, der Junge,
Wie Alle, die im Heer zur Must'rung gehn;
Zeigt er mit holder Kühnheit wildem SchwüngeDie Heldcnstirn, wird er allein geseh'n.
Dem Hoffen eilt sein Alter vor im Sprunge,
Du denkst auf Blüthcn wo schon Früchte stehn.
Mars scheint er, so in Erz gehüllt die Glieder,
Doch Amor, legt er seine Waffen nieder.
so.
Es gab der Welt ih» in der Etsch GefildeSophia, welche Bcrthold heiß geminnt;
Doch nahm der schonen Mutter bald MathildeDen Säugling von der Brust, das süße Kind.
Es lehrt' ihn königliches Thun die Milde,
Sie zog ihn auf; er blieb ihr treugesinnt,
Bis vom Drommetenklang im Oriente,
Sein Jugcndmuth ganz für den Krieg entbrennte.
Tasse, bcfr. Icrus.
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