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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
Entstehung
Seite
351
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Die Vorspuren von Feindseligkeiten zwischen Kaiser und Frank-reich blieben ihm nicht unbemerkt. Man wollte wissen, daß dietyrolische Regierung sehr angelegentlich Vereinigung Bündens mitdem Tyrol, in der Hauptstadt des Kaiscrthums, betreibe, wohinzu gleichem Zweck sich auch, als Abgeordnete, zwei Glieder desHauses Solls verfügt haben sollten. Die Besuche, welche derMinister Kronthal von Offizieren aus dem Heere seines Herrnempfing, die Anstalten des Bischofs von Chur, seinen Wohnsitzauf längere Zeit zu verändern; seine endliche Abreise der stei-gende Trotz des Kriegsraths, während im Innern das Volk brau-sete, und die Franken vom Bodcnsee bis zu den Grenzen Bündensdrohende Heerbewegungen machten Alles verrieth das untrüg-liche Dasein eines großen Plans, der in wenigen Tagen offenbarwerden mußte.

S.

Guiot, um den Knoten zu zerschneiden, den seine Kunst nichtzu lösen verstand, wandte sich (den 10. Oktober) in einer Note anden Kriegsrath. Seine Forderungen waren so groß, daß er selbstderen Erfüllung nicht glaubte.

Ihr habet, sprach er, die Gemeinden Malans und Maienfeldentwaffnet, und nur darum, weil sie für Vereinigung mit Hel-vetien gestimmt hatten. Ihr habet aus gleichen Gründen mehrereBürger ins Gefängniß geworfen; Ihr habet fünfhundert friedsameBürger zur Flucht ins Ausland getrieben; Ihr erlaubet, daß dieStraßen Churs von Verwünschungen und Kriegsgeschrci gegenFrankreich erschaffen; selbst im Kreise Eurer Versammlung tönendiese Flüche, dies Geschrei wieder. Länger darf ich nicht Zeugeso vieler, treuloser Kränkungen sein, ohne Mitschuldiger zu heißen."

Zm Namen der fränkischen Regierung fordere tch also: