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loren hatten, richteten ihre Hoffnungen auf die Verbindung Ruß-lands und Oesterreichs. Im Lande, oder ausgcwandcrt, betriebensie ihre Sache mit gleichem Eifer. Kein Kunstgriff blieb unver-sucht, das Volk zu verwirren, die Unzufriedenen zu ermuntern,die Kraft der Gesetze zu lähmen, die Obrigkeiten lächerlich oderverabschcuungswürdig darzustellen, Aufrühre zu bewerkstelligen, unddie Gegen-Revolution in allen Gegenden des Staats zu bereiten.
Das Direktorium, in Verbindung mit den gesetzgebenden Rä-chen, erschöpfte sich in Gewaltsmittcln, den Umsturz der Republikdurch ihre inuern Feinde zu verhüten. Man wählte die strengstenMaßregeln. Man donnerte in drohenden Proklamationen, schärfteGesetze, füllte Gefängnisse, dcportirte auf Verdacht hin, öffneteBriefe — doch alles konnte die Gegner nicht schrecken, sondernnur erbittern. Es war offener Krieg zweier furchtbaren Parteien.Leidenschaft und Rache schwangen sich in die Stelle der Besonnen-heit und Mäßigung. Jeder erwartete von dem Untergange desAndern Rettung des Vaterlandes.
In Graubünden galt das Gleiche. Wie die helvetische Regie-rung den Krieg gegen die Feinde der neuen Staatsvcrfassungführte, machte dort ihn der Kriegsrath gegen die Freunde der-selben. Das Land, welches die Last österreichischer Truppen zuempfinden begann, murrte gegen diese und gegen die Regierung,wie in dcrSchwei; das Volk gegen Franzosen und Direktorium.Es kam an verschiedenen Orten zu blutigen Händeln zwischen demVolk und den kaiserlichen Soldaten. Man wagte Drohungen. Ver-schiedene, Gemeinden gingen so weit, die Absetzung des Kriegsrathsund die Entfernung der österreichischen Truppen zu begehren. —Andere weigerten sich, ihre Mannschaft zum Kriegsdienst zu stellen.Die gegen Frankreich und die Schweiz ausgebreiletcn Gerüchtefanden der Gläubigen immer weniger. Das Schicksal der Aus-gewanderten erregte größere Theilnahme, so wie diese ihre Thätig-