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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
Entstehung
Seite
369
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rung eine Stelle in seinem Ministerin übergeben, die ich um sowilliger annahm, da persönliche Hochachtung und Freundschaft michan jenen Mann fesselten.

Der Minister übertrug mir von den Zweigen seiner Admini-stration denjenigen, welcher die Beförderung der Wissenschaftenund Künste in Helvctien, in Verbindung mit dem Schulwesen,berührt.

Aber unter dem Geräusch der Waffen, dem Getümmel wüthen-der Parteien, dem Streben der einen nach Erhaltung, der andernnach Vernichtung der gegenwärtigen Staatsform, bei der Hcran-nähernng eines zweifelhaften Kriegs, dessen Schauplatz vielleichtdie Schweiz werden konnte, mußte dieser, als Gelehrter undStaatsmann der Schweiz ausgezeichnete Mann, seine Wünschesehr beschränken. Kaum daß es ihm gelingen mochte, nur so vielunzerstört zu erhalten, als noch davon vorhanden geblieben.

Inzwischen war Stapfer nnermüdet, die nöthigcn Vorarbeitenzur Verbesserung des Schulwesens und zur Aufnahme der Wissen-schaften zu besorgen, um dereinst in den Tagen der Ruhe mit destosicherer Hand ein neues Gebäude anfzuführen. Eben so faßte erden Gedanken, nach Art der ehemaligen helvetischen Gesellschaft zuOlten und Aarau, durch Organistrung literarischer Gesellschaftenin den Hauptstädten der Schweiz die gelehrtesten und einsichtsvoll-sten Männer des Landes mit einander zu verbinden.

Der nachmalige Ausbruch des Krieges, die Eroberung derhalben Schweiz durch kaiserliche Waffen, und die Verlegung desRegierungssitzes von Luzern nach Bern, die allgemeine Unruheund allgemeine Verwirrung, löseten jene Verbindungen im folgen-den Zahrc wieder auf.

Während meiner Geschäfte im Ministerium der Wissenschaften,blieb ich fortwährend der Wortführer der zerstreuten Bündner beiden helvetischen und fränkischen Behörden. Die Regierung unter-