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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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uns zu sprechen, gewählt haben; denn unter ihnen sehen wir Män-ner, die wir längst kannten, die seit langer Zeit für die Freiheitarbeiteten; wir sehen unter ihnen edle Sänger der Natur und mit-hin der Freiheit. Ich trage darauf an, daß die Dcputirten zurEhre der Sitzung eingcladen werden, daß der Präsident ihnen imNamen des Senats den Brudcrkuß ertheilc und daß die Rede desBürgers Zschokke gedruckt werde. Heute ist es die Thräne derWehmnth, mit der wir unsere Brüder umarmen; aber bald ver-wandelt die Thräne der Wehmnth sich in Wonncthräne."

Es lebe Nhäticns nahe Vereinigung mit Helvetien!"

Durch allgemeinen Beifallrnf wurden diese Anträge beschlossen,und dann antwortete auch der Präsident des Senates, Bah, fol-gendermaßen :

Mitbürger und Brüder!"

Aus Nhäticn oder dem Lande der drei Bünde stammt der ehr-würdige thatenreiche Name BundcSgenoß her, und verbreitete sichüber die ganze Eidgenossenschaft. Stets stritt der Rhäticr muth-voll an der Seite der Helvetier; um die allgemeine und blutigerund länger als irgend ein Thcil der Schweizer kämpfte derNhätier um seine eigene Freiheit. Mehrmalen schon mußten dieedelsten Männer Rhätiens dem fanatischen Dolche und dem Schwerteder Tiranncn weichen. Immer aber nur auf kurze Augenblicke!Sie warfen sich in die Arme ihrer helvetischen Brüder; diese drück-ten sic an ihr biederes Herz und führten sie, wie z. B. Anfangsdes Jahres 1499, über die erblaßten Schaaren ihrer stolzen Unter-drücker siegreich in ihre freien Wohnungen zurück. Auch diesmal,ich darf es im Vertrauen auf mein ahnendes Gefühl versichern,wird das Leiden dieser edeln Patrioten nicht von langer Dauersein. Bald wird die entzückende Stnndc kommen, wo wir mitdiesen verfolgten Patrioten, als den Stellvertretern des rhätischenVolkes, auf der Bundeslade der Freiheit und Gleichheit den schön-