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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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süße Schmeichelei war nur der Judaskuß, mit welchem sie unsereFreiheit und unser Volk an Oesterreich verriethcn. Sie übergabendie höchste Gewalt des Volkes eigenmächtig einem selbst geschaf-fenen Kriegsrathe, und dieser war ihre Kreatur, rief ohne denWillen des Landes die Kriegsknechte eines Monarchen in unserefrei sein sollenden Thäler."

Da ward die Verfolgung allgemein. Die Patrioten wnrdenin die Gefangenschaft geführt; andere flüchteten, vogelfrei erklärt,in die öden Gebirge, wo sie, verstoßen von ihren Brüdern, mitde» wilden Thiercn lebten. Die der helvetischen Republik treue-sten Gemeinden wurden entwaffnet. Ja man begnügte sich nicht,ihnen nur die Werkzeuge des Kriegs zu nehmen: selbst die Acrte,mit welche» mancher brave Mann daselbst sein Brod verdienenmußte, wurden ihnen geraubt, weil den Tirannen jede Waffe inden Händen eines freien Mannes furchtbar ist."

So zerrisse» und zur Knechtschaft geführt, liegt das verlorneVaterland da. Verbannet irren Hunderte von uns brodlos umher,deren Verbrechen ist, die Freiheit und Euch geliebt zu haben."

Aber Ihr habt uns ausgenommen in Eure Arme. O, Bür-ger Senatoren! o, du gutes helvetisches Volk! die Thränenunserer Weiber und Kinder, und der Schwur unserer Jünglinge:frei mit Euch zu leben und z» sterbe», sind unser Dank."

Indem sich Euer Herz mit Abscheu gegen die Verbrechen derOligarchen erfüllt, folge Euer Mitleid den unglücklichen und treuenKindern des Vaterlandes."

Nsteri, einer der einsichtsvollsten und festesten Republikanerim Rathe, verlangte hieraus das Wort, und sprach:

Mit tiefer Rührung und herzlicher Theilnahme haben wiralle, Bürger Senatoren, den Vortrag unserer neuen Brüder derhelvetischen Bürger aus Bünden vernommen; sie wird noch erhöhet,unsere Rührung, durch die Organe, die unsere Brüder, um zu