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Wünschen zuvoreilende Güte, welche Ihr dem edlern und unglück-lichern Theil des bündnischen Volkes bewiesen habet — einesVolkes, welches nun, statt mit Euch und der Freiheit vereinigt zusein, mit der Knechtschaft verbunden worden ist."
„ES scheint, als ob jede Seligkeit mit einem Schmer; erkauftsein wolle; daß der Altar der Freiheit nie ohne Opferblut undThränen errichtet werden könne; —und so scheint auch der gegen-wärtige Schmerz und Kampf der Patrioten von Bünden und ihreStandhaftigkeit nur der Zoll zu sein, welcher der einstigen Ver-bindung Rhätiens mit Helvetien entrichtet werden muß; — dennnoch hoffen wir sie."
„Gott und Natur, haben sie nicht um unsere Vaterlande dengemeinschaftlichen Felsenkranz geschlungen? Habe» nicht unsereVäter gefochten an der Seite Eurer Väter bei Ellicourt, in denFeldern von Grandson, und an dem unsterblichen Tage von Moral?Die Liebe unsers Volkes zu dem Eurigen dauert fort. Wie vielmußte es kosten, dieses Gefühl auf einen Augenblick nur in denHerzen der Bündner zu vertilgen, oder zu betäuben?"
„Eine schwarze Rotte herrschsüchtiger Edelleute, denen eingoldener Stern und ein gewässertes Band mehr gilt, als die Glück-seligkeit des menschlichen Geschlechts, verschwor sich gegen unserGlück. Mit ihr traten in den Bund die Pfaffen, Menschen,welche nur darum Gott mit den Lippen so eifrig zu predigen schei-nen, um ihn desto mehr und desto unbemerkter in ihren Handlun-gen zu verläugnen."
„Als nun die Stunde der Freiheit und der allgemeinen Ver-einigung bei Euch schlug, benebelten sie unser Volk durch schänd-liche Lügen, Betrug und List; —dann benutzten sie den erkünstel-ten Rausch, uns von Euch loszureißen, uns von unserer helveti-schen Familie. Sie gaben vor, die Rechte des Volkes und dieUnabhängigkeit unserer Gebirge retten zu wollen, — aber diese