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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Jetzt erreichten die Verfolgungen ihren Gipfel. Einige unsererBrüder schmachte» in der Gefangenschaft. Umsonst strecke» diese un-glücklichen Schlachtopfer ihre Hände aus nach uns, nach Euchnach dem Himmel. Andere konnten noch zur guten Zeit ent-fliehen. Ganze Schaaren zogen im Dunkel der Nacht, geführt vomSchein einer Fackel, durch unwirthsame Gebirge. Die altenGräuel der Vorwelt erneueten fich wieder, Helvetien, und du sähest,was man für Freiheit thun kann! Greise sah mau fliehen, denennur noch eine Spanne Lebens übrig war sie verließen das ge-wohnte Vaterland, als wäre der Boden für ihre Grabesruhe zuhart, über welchem die knechtische Kette tont. Sie gingen, umin freier Schweizererde liegen zu können. Weiber, mit den zartenKindern im Arm, durchzogen die Felsen; früh schon ward durchdie Mutter den Kleinen mit Beispiel und Lehre eingeimpft: Somüßt ihr Alles aufopfern, wenn es Freiheit gilt."

Ach! es ist nicht in unserer Macht, uns zu schützen! Aber,es ist ein Gott, welcher der Menschheit jene heiligen Rechtegab, die ihr nie entrissen werden dürfen; es ist ein Gott, derdie Brust der Tirannen durchschaut, aber auch die Zähre der lei-denden Unschuld sieht!"

Ihr habt uns ausgenommen brüderlich. O Bürger Gesetz-geber, o du ganzes helvetisches Volk, das frohe Lächeln des be-ruhigten Kindleins, die Gebete zum Himmel von den Lippen dergeretteten Mutter, die stumme Entschlossenheit des Mannes, fürdich, Helvetien! in den Tod zu gehen, die süße Ruhe des Greisesmöge dich lohnen."

Es lohne Euch, Bürger Gesetzgeber, die fühlende Menschheit,welche Euch ehrt Euch lohne die Nachwelt! und jeder aufge-klärte Mensch, er lebe wo er wolle, in der gesitteten Welt, wirdgern mit uns rufen: Es lebe die helvetische Republik!

Zsch. Ges. Schr. 33. Thl.

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