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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Handlungen, daß die Herrschaft unter Wenigen mit größerer Kraftund Entschlossenheit, obgleich nicht immer mit Weisheit geführtwird. Er zog Truppen zusammen, und besetzte die Grenzen; dochschien er nähere Gefahr aus der Schweiz, denn ans den Landendes Kaisers zu vermuthen.

Auch Ma ienfeld nnd Malans, sich selbst überlasse», tratenin Waffen nnd stellten Feldposten am Lnzisteig zur Beobachtungder Kaiserlichen und gegen die Vorposten des Kriegsraths aus, umsich vor überraschendem Ueberfall von Seiten der eigenen Lands-leute zu decken. Noch immer hofften sie ans Helvetiens Schirm;Hoffnungen, durch keinen Umstand gerechtfertigt, nur durch Nothgenährt.

Der KriegSrath konnte die Kühnheit dieser Gegenden nicht ge-lassenen Muthes ertragen. Theils mußte er fürchten, in seinem ge-heimen Verkehr mit der kaiserlichen Armee im Vorarlberg beengtzu werden, theils, daß solch ein Beispiel zu Nachahmungen reize.Malans und Maienfeld, nicht zu Hclvetien gezählt, nicht vonFrankreich geschützt, und doch gegen die Diktatur der gegenwärtigenLandesregierung in Waffen, mußten als insu rgirte Landschaf-ten angesehen werden. Dennoch ward von Chur aus gegen siekein feindseliger Schritt unternommen, bis sie ihn selbst unvor-sichtig herbeiriefen.

Der Lieutenant Mohr, Anhänger des Kricgsraths, wurde vonden Helvetischgesinnten in der Nacht vom 7. zum 8. Oktober aufder Landstraße gefunden, als Ausspäher verhaftet und zu den amRhein befindlichen Borwachten der Franken geführt vom Stadt-ammann Tanner. Es ward bei dieser Gelegenheit auf diePatrouillen des Kriegsraths von einigen Helvetischgesinnten Feuergegeben, und Mohr verwundet. Die Franken traten nicht in dieseHändel ein. Die Wachten des KriegSraths führten den Taunerunter starker Bedeckung nach Chur. Eine Schaar Landtrnppen,