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Die Zerstörung von Unterwalden erwähn' ich Wege» des Ein-drucks, welchen sie auf die Gcmüther der Bündner machte. IhreGeschichte erregte allgemeinen Unwillen und Furcht. Man be-trachtete die Auflehnung von Unterwalden als zweifellosen Zeugenvon der Lästigkeit der ncühelvetischen Konstitution; die Grausamkeitder Franken als gräßliche Probe ihrer Freundschaft. Der Schutzkaiserlicher Waffen erschien daneben als ein Gut, welches nmkeine» Preis zu thener erworben werden könne.
Auch in den Grenzgegende» Bündens, besonders im Bezirk vonPfäffers und Mels, wurden zu dieser Zeit Versuche zu Volksbe-wegungen gemacht. Hier breiteten von der Herrscherpartei Bündensbesoldete Emissarie» die nachtheiligsten Gerüchte über die Lage derSchweiz und über die Gefährlichkeit der Eidleistnng aus. Sie er-zählten von der Vernichtung Bonaparte's in Aegypten durch dieEngländer, von neuen Bündnissen der europäischen Mächte gegenFrankreich, von der Unvermeidlichkeit eines nahen Krieges, undFrankreichs gewissem Untergange. Mcm werde in der Schweiz diezerstörte Eidgenossenschaft wieder aufrichten; der Kaiser werde mithunderttausend Mann über den Rhein setzen, in die Schweiz drin-gen, und mit ihm würden sich Bünden und die kleinen Kantone,welche leicht ein Heer von sechszigtausend Mann aufrichtcn können,vereinigen. Das Gotteshaus Pfäffers und die Kapuziner von Melswürden daher weislich handeln, sich an die siegende Uebermachtzu schließen, und den abgeforderten Eid zu verwerfen.
Jedoch die Priesterschaft dieser Gegenden achtete solcher Ein-flüsterungen wenig. Sie schwor den Bürgereid.
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Der Kriegsrath in Ehnr, seit wenigen Tagen (1. September)in Wirksamkeit, bewies durch die Reihe schnell aufeinanderfolgender