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uns, bei dieser Ruhe, sorgfältig Allem ausweichen, was solchestören könnte."
Aber diese Bedenklichkeiten wurden nicht geachtet. Die herr-schende Partei verfolgte ihren großen Plan mit unerschütterlichemSinne. Der vom Bundestag eingesetzte Kriegsrath versammeltesich den ersten Oktober zu Chur, ohne die verfassungsmäßige Be-stätigung seines Daseins vom Willen der Näthe und Gemeindendes Landes abznwarten. An seiner Spitze stand, außer den dreiLandcshäuptern (Bundes-Präsident Hieronymus von SaliS,Landrichter Theodor Castelberg und Bundes - LandaminannPollct), der Bundes-Obrist Andreas von SaliS. Aber baldward dieser von einem andern Manne abgelöset, welcher durchEinsichten seinen Vorgänger übertraf und seinen militärischen Rufin Neapel gegründet hatte, wo er ehemals ein Regiment befeh-ligte. Es war der General Salis-Mar sch lins, Bruder desehemaligen Ministers Ulysses von Salis-Marschlins.
Niemals war man in Helvetien geschäftiger, die Flammen desAufruhrs überall ausbrechen zu machen, als zu der Zeit, da dasSchwcizervolk die neue Verfassung zu beschwören aufgefordcrtward. — Die Insurrektionen dieser Zeit sind mehr das Werk un-besonnener Mönche, als einer schlauen, feindseligen Politik ge-wesen. Nichts war der französischen Armee in Helvetien leichter,als einzelne, zusammcnhangslose Aufrühre zu dämpfen, welcheweder von englischem Gclde, noch kaiserlichen Waffen unterstütztwurden. Das Mißlingen der Aufstände mußte den Teilnehmernderselben für künftige gelegenere Zeiten sogar den Muth rauben.
So ward Unterwalden das Opfer mönchischer Schwärmerei.Ein Kaplan, Namens Keyser, ein Helfer, Lüssy genannt, pre-digten den Aufruhr im Bezirk von Stanz; andere Priester ahm-ten ihnen nach. Es galt nicht das Vaterland, es galt den Him-mel. — Unterwalden aber ward mit Feuer und Schwert verheert!