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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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des Gotthard, die Schweiz in einer, bei einem neuen Feldzuge,furchtbaren Linie, zu umspannen.

Das Direktorium, welches ohne Genehmigung des Lurcmbourgkeinen öffentlichen Schritt wagte, aber auch von der andern Seitedie helvetisch-gesinnten treugebliebeiien Gegenden Rhätiens nichtgänzlich vernachlässigen wollte, glaubte Alles zu thun, wenn esdieselben durch neue Hoffnungen zur Standhaftigkeit ermunterte.

ES sandte zu dem Ende im Anfänge des Septembers einenAbgeordneten nach Bünden. Die Instruktionen, welche dieser Kom-missär trug, waren sehr eng. Er schien mehr ausgeschickt wordenzu sein, die Lage der Dinge zu erforschen, als zu verbessern.Er sollte die Gemeinden Malans imd Maienfcld, und die übrigen,welche ihnen beitretcn wollte», versichern, daß die helvetische Re-publik sie aufzunehmcn geneigt sei, außerdem aber sich begnügen,alle Erkundigungen über das Reunionsgcschäft einzuziehen.

Die Ankunft des helvetischen Kommissärs in Bünden, sobaldman den engen Kreis seiner Vollmacht kannte, verursachte Un-willen und Mißmuth bei der patriotischen, Hohn und Frohsinn beider österreichischen Partei. Das schweizerische Direktorium, indemes nebst seinen Wünschen zugleich seine Schüchternheit und Schwächeentblößte, verlor das Vertrauen der zweifelhaften Gegenden, undVollendete den Sieg der Oesterreichischgesinnten.

Diese, da ihr Muth und Anhang stieg, nahm aus der Sendungeines helvetischen Kommissärs Anlaß, um so kühner den Schutzdes kaiserlichen Hofes anzurnfen, welchen der Baron v. Kronthalschon amtlich verheißen hatte, sobald man solchen begehren würde.Die patriotischen Gegenden erwarteten mit Furcht und Zittern jedenTag das Einrücken eines österreichischen Heeres, wo sie das Opferder Parteirache werden sollten, und ihr Eigenthum und ihr Lebenin der Willkür erbitterter Machthaber lag.

Viele wollten in ihrer Heimat den Tag nicht erwarten, an