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röthen die fürchterlichsten Widersprüche mit der Menschlichkeit unddem Rechte gut findet und Lobpreisen eigenen Schimpfes wird.
Aristoteles, welcher seine Philosophie aus der Betrachtungder Natur oder vielmehr der Erfahrung schöpfte und Alles wie-der darauf bezog, machte auch den gesellschaftlichen Vertrag zueinem Werke der Naturnothwendigkeit; so wie ihn Rousseau hin-gegen für die Folge der Freiheit hielt.
Aristoteles lehrte seinem System zufolge, daß die Menschensich nicht gleich geboren seien (daher mögen die Deutschen ihreTitel edel und hochgeboren leiten); es gäbe Wese», von großerGeistesarmnth, geschaffen zum Dienst, gleich andern dem Menschenunterthänigcn Thieren, geborne Sklaven?)
Konnte ein Philosoph so sprechen, war's einem deutschen Schan-spicldichtcr verzeihlich, wenn er sich Mühe gab, zu beweise», daßGeburtsadel mehr, denn bloße Herkömmlichkeit, sei; daß der Edel-mann aus altem Geschlecht wirklich eines edlern Stoffes sei,' alsder bürgerliche Mensch; so wie die adelichen Pferde Arabiens,außer ihrem Stammbaum, auch wirklich physische und sogar sitt-liche Tugenden voraus habe» vor den unadelichen Pferde-racen?*)
So ist's den Junkern im nördlichen und nordöstlichen Europaverzeihlich, wenn sie zu einem Gute gehörige Bauern (xlebmnüseriptos) mit diesem zugleich verkaufen, oder einhandeln, undin dem Inventar»»» wie das vorräthige Vieh verrechnen. So ist'sdem hartherzigen Pflanzer verzeihlich, wenn er unter Vorschützungunvermeidlicher Nothwendigkeit den Sklavenhandel vertheidigt, unddie Erfindung des barbarischen Assiento segnet, der die Rechte der
*) ?olit. l i. c. i.
"*) Kotzebue in seinem Buche vom Adel.