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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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die Gleichheit zerstört; der Rathsherr war vom Laiidman» i» dieHöhe gezogen.

Es ist in der menschlichen Gesellschaft ewiges Gähren n»d Rei-fen, nnd Ucbergehen vom Schlechten zum Bester«. Während un-vermerkt unter dem Finger des Jahrhunderts der Stoff verwandeltwird, müssen auch die äußern Formen, die ihn umfassen, ent-sprechende Aenderungen leiden. Weise Negierungen erkennen undehren die ewige Entwickelung der Kräfte und geselligen Verhält-nisse im Menschengeschlecht; sie leiten milde den Strom, welchensie nicht dämmen und sperren können; so werden Barbaren gesittet,Sklaven frei und Bevogtete mündig. Friedrich der Einzigewar in diesem Sinne ein königlicher Revolutionär.

Die Lobredner des Bestehenden haben Wahrheit gesagt, wen»sie die Revolutionen der alten Schweiz, der vereinigten Nieder-lande, Nordamerikas, Frankreichs ». s. w. nicht Werk des Volks,sondern Werk weniger Einzelnen nannten. Kenntniß des Bes-sern, nnd des Weges dahin und Entschlossenheit sind freilich nurdas Erbtheil von Wenigen.

Aber es ist auch gewiß, daß schwerlich eine Staatsverbcsserunggedeiht, wenn die Mehrheit des Volks sie nicht will. Der Willedes Bessern folgt der Erkenntniß desselben.

Ich weiß sehr wohl, daß von jeher nicht die Absicht, sonder»der Erfolg die Thaten kühner Männer adelte; daß Huß ein Jahr-hundert lang unter den Sündern stand, ehe Luthers Siege seinenNamen retteten. Allein der vernünftige Mensch ist im Besitz ge-wisser Rechte, denen er nie, ohne seine Würde nnd die Absichtender Natur zu zerstören, entsagen kann. Diese unveräußerlichenRechte sind die nothwendigen Bedingungen seiner Vollendung,seiner moralischen Ausbildung. Ohne aufzuhören, ein vernünftigesWesen zu sein, kann er sich nie von den Geboten seiner Vernunftlosschwören. Indem allen Menschen dies Recht zur Selbstver-