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und ich in gleichem Augenblick und in gleicher Stimmung. —Es war das Interesse der Schweiz, bei aufgehobenem Gleichge-wicht Frankreichs und Oesterreichs, bei der hohen Wahrscheinlich-keit neuen Krieges zwischen beiden nebenbuhlerischcn Neichen, erstSelbstständigkeit, ihr Dasein zu retten, und dann, untergünstiger» Verhältnisse», Unabhängigkeit und Neutralität hcrzu-stellen. An Frankreich gelehnt, hatte die Schweiz, bei der Waf-fenübcrlegenheit desselben, allerdings Hoffnung, durch Freundschaftder Republik dasjenige zu erretten, was bei deren Feindschaft undOesterreichs Schutz hätte verloren gehen können. Venedig gabdas traurige Beispiel.
Dies war unsere damalige Anficht. Nicht vergebens thue ichderen hier Erwähnung. Es erklärt, wie wir bei allem Abscheuvor den Gewaltthätigkeiten der Franzosen dennoch fest an derselbenhielten; wie wir bei unscrm eigenen Groll dennoch dem VolkeVertrauen predigten.
Unsere Grundsätze waren die Grundsätze des leidenschaftsloser»Lheils der Nation. Vor den Augen derselben schwebte nur Er-haltung der Selbstständigkeit der Schweiz als Ziel. Allenkosteten die dafür gebrachten Opfer Kummer und Thränen — aberwenn denn nur des Vaterlandes Selbstheit gerettet wurde! —Kurzsichtigkeit und böser Wille machten es lange zum Verbrechen,die Sache Frankreichs gewählt zu haben. Oft verkannt, oft ver-folgt, rcihete man auch sie in den Rang der Unterdrücker undVernichter der Schweiz, sie, die auf dem sichersten Wege die Er-haltung derselben suchten und fanden.
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Wir kamen Nachmittags in Stäsa an. Hier schollen die See-ufer von lärmender Freude wieder, als feiere man ein Fest. DieZsch. Ges. Schr. 33. Thl. 14«