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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Mißhandlung dieser gerechte Strafe, und in Unterdrückung undErschöpfung der Städte Bürgschaft für die Freiheit des Landes.

Zu Wallenstadt machten wir die Bekanntschaft eines jungenMannes, welcher in den Stürmen seiner Heimat eine Nolle ge-spielt hatte und jetzt zum Uuterstatthalter eines Bezirks ernanntworden war. Sein Name ist Bernold. Als Dichter weihte er,unter dem Namen des Barden von Riva,'seine Harfe demVatcrlande, welchem sein Herz gehörte. Ihn tröstete die Hoffnungbesserer Zeiten.

Am folgenden Tage, als wir über den See von. Wallenstattfuhren, befanden wir »ns in Gesellschaft des Rcgierungsstatthal-ters vom Kanton der Linth, welcher die Bezirke seines Kantonsbcreisete. Er hieß Niklaus Heer, von Glarus. Ernst und insich geschlossen, schien er mit den Beschwerden seines Volks be-schäftigt. Aus seinen Unterhaltungen leuchtete Heller Geist undMäßigung.

Unser Gespräch rührte an die Ereignisse der letzten Zeit. Derreiche Stoff verkürzte uns den Pfad über den wildumuferteu Sec.Wir zitterten für Helvetiens ewige Abhängigkeit; wir sähen keineRettung aus Frankreichs Joch, als die Dazwischenkunft Oester-reichs und Galliens Niederlage ein Mittel, schrecklicher, alsdas Uebel. Auch dem Sklave» funkelt im Kerker die Hoffnungmit jedem Tagesstrahl.durchs Eisengitter, darum scheuet er den Tod.

Es ist gewiß, daß nicht kriegerische Stärke, sondern Sittlich-keit und Freiheitsliebe die Säule der Freistaaten war und seinwird; es ist gewiß, daß die Herrschaft über Frankreich früher oder-später abermals zu einem erblichen Gute anSartcn werde.

Als wir mit einander zu Lach en ankamen, am Ufer des Zürich-sees, begegneten wir daselbst den ersten französischen Soldaten.Sie lagen am Hafen, auf den Straßen und Plätzen umher.Nur diese nicht in unserm armen Bünden!" riefen Tscharner