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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Als ich in Nagaz ankam, eilten mir zwei meiner Freundeentgegen, Tscharner, Präsident der landtäglichen Regierung, n»dJost, von Zizers, ehemaliger Offizier in französischen Diensten.Beide befanden sich hier schon im sclbstgcwähltcn Eril seit einige»Tagen. Letzterm war non den Bauern seines Dorfes das Hausbestürmt und bewacht.

Die bedenkliche Lage unsers Vaterlandes, Ahnungen seinesschwarze» Schicksals, und Furcht »nd Zweifel über die Lösung dermaunigfaltigen Verwirrungen, wurden unserer Unterhaltungen Stoff.

Am nämlichen Tage sahen wir noch einige andere Männer,welche geflüchtet waren, oder sich zum Verlassen ihrer Heimatrüsteten. Unter ihnen war auch der Bataillons-Chef Meier, vonTrimmis, welcher unter Montcsqniou den Vortrab der fränki-sche» Armee in Savoien geführt und durch seine Tapferkeit zuerstden befestigten Mont-Cenis erobert hatte. Von den Bauer»seines Dorfes so sehr mißhandelt, daß noch jetzt ihm Kopf undGesicht blutrünstig waren, ging er nicht anders, als bewaffnetumher, um denen zu trotzen, die ihm den Tod gedroht hatten.Eben dieser Mann hatte nachher noch herbes Schicksal in den ita-lienischen Kantonen zu erleiden, wo er, als General-Inspektor,» von den Rebellen gefangen, verwundet, cingekcrkert, an die Oester-reicher auSgcliefert und von diesen bis znm Lüneviller Frieden inden Gefängnissen von Ungarn zurückgehalte» wurde.

So sehr wir auch Alle mit Fassung ein Loos annähmen, wel-ches uns von Allem, was uns theuer war, trennte, erregte dochder Anblick des verlorne» Vaterlandes, von welchem uns der Rheinnur schied, bald in diesem, bald in jenem, unverhehlbaren Kum-mer. Das zärtliche Bemühen eines Jeden, de» Andern zur Stand-haftigkeit, und durch Scherz sogar zur Heiterkeit zu stimmen, ver-rieth noch mehr, wie sehr Jedermann ergriffen war.