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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Minder brauchbar ist auf des Krispalts Nordseite ein Hirten-weg. Es öffnet sich nämlich im Hintergründe von Uri beim DorfeAmsteg das Madcraner Thal (auch von seinem Bache Kerstelen-thal geheißen). Von hier ans steigt man vier Stunden lang indie Maderaner Alpe», windet dann sich durch die abgerissenenBcrgtrümmcr des Krispalt und erreicht endlich den jähen Fußsteig,welcher nach anderthalb Stunden zu dem Bündner Dorfe Tavetschleitet. Der Pfad ist mühsam, gefährlich, und im Winter durchausungänglich.

Von nicht bessern Eigenschaften ist derjenige Hlrtcnwcg, durchwelchen sich Glarus dem Hanptthale Nhäticns mitthcilen kann.Er schlängelt sich von dem Glarner Dorfe Elm im Sernftthalüber die Jüzer Alpen am Vcpcha, oder über die Fllmser Berge.Oft schleicht man auf einem kaum zwei Fuß breiten Rand an densteilaufstehcudcn Felscnwändcn über schwindelichten Tiefen. Nurgebirgskundige Männer besuchen ihn l» den Sommermonden. Ersenkt sich steil gegen WaltenSbnrg und Flims in Bünden.Auch über die Pantcnbrücke, an den Firnen des hohen Tödivorbei, kann man, doch'nicht ohne der Wildniß kundigen Führer,gen Disentis kommen. Mehr als einmal war man darauf be-dacht, einen dieser Wege in einen Hauptpaß über Disentis nachBellen; zu verwandeln, vorzüglich wegen der Luganer Viehmärkte.Schon im Jahr 1542, »nd wieder im Jahre 1771, war die Rededavon.

Ein- vierter Bergweg, nicht so mühsam oder gefahrvoll, alsdie letztgenannten, aber auch minder ikützlich, ist der, so von Pfäf-fcrs aus den hohen Kalanda im Rücken umgeht und über Vet-tis und Kunkels durch enge Schluchten den Wanderer ins Bünd-ner Thal bei Damms und Reichenau bringt.