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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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kette, vom Krispatt bis zum Kalauda, allein, wo die Natur derAnlage einer Bergstraße keine uuübcrwindsame Hindernisse entgegen-setzt. Weder auf der Seite von Urscren, noch ans derjenigen vonDiscntis, ist der Weg über die Oberalp so steil, oder, wie sonstbei solchen Pässen gewöhnlich, durch Felsen eingeschlosscn und eng,daß er nicht durch bequem anznlegcnde Krümmungen für Sanm-roffe brauchbar gemacht werden könnte, ohne große Unkosten, Esist zugleich diejenige Straße, durch welche Bünden am schnellstenmit dem Innern der Schweiz korrcspondiren kann,*)

Und wenn auch, bis zu vergrößerter Industrie, die Ober-alp sstraßc, und durch sic die unmittelbare Verknüpfung von Lu-zern und den kleinen Kantonen, nicht einträglich genug wäre, umeigene Bcrgvchsen zu unterhalten, **) welche nach der Uebuug inden Gebirgen, während der strengen Wintermonde, Bahn im Schneebrechen und unterhalten müssen: so könnten ohne alle Schwierigkeitdoch die Posten daselbst bei der müden Jahreszeit Fnßbvtcn anlegen.

*) Der Weg ist so bequem, daß mehr als einmal KricgShecre ihnmachten. Man weiß, daß schon im vierzehnten Jahrhundert dieSchweizer herüber kamen und das Tavctscher Thal (I^^O) übcr-stclen, Zn den letzten Jahren des fränkischen RevolutionökriegeS be-dienten sich dieser Passage abwechselnd die Armeen der Franken, derRussen und der Oestcrreicher, Der fränkische General Loison gingsogar mitten im Winter 17981799 von Anocrmatt mit mehrernKompagnien über die verschneite Oberalp nach Discntis.

Wenn die Wege in den Hochgebirgen durchaus verschneit zu werdendrohen, waten auserlesene starke Ochsen, einer nach dem andern,durch den tiefen Schnee bergauf und ad, trete» den Grnnd fest, undwiederholen dies täglich bei jedem frischgefallcnen Schnee. Das ThalUrseren unterhielt, um die Bergstraße überde» Gotthard während derSchncezcit offen zu halten, gegen fünfzig solcher Bergochsen, derenEigeiithümer dafür besondere Vorrechte genossen.