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mit der Schweiz gewollt hatten. -Von hier aus gingen die bedeu-tendsten Bewegungen gegen die übrigen Gemeinden zu GunstenHclvetienS. Die Gemeinde Malans, Maienfelds Nachbarin,ward die Sprecherin aller derer, welche helvetisch gesinnt wa-ren. Sie brachte ein Ausschreibcn in Umlauf, welches alle gleich-gestimmte Gemeinden stimmen sollte, gemeinschaftlich beim landtäg-lichen Ausschuß, beim helvetischen Direktorium, beim französischenResidenten, beim bündnischcn Gesandten in Paris und vor derganzen Welt eine Rcchtsverwahrung „gegen die unzulänglicheZahl und gegen die Gültigkeit der abschlagenden Stimmen vonden meistens durch Jntriguc und Gewaltthätigkeiten beherrscht ge-wesenen Landsgemeindcn" abzugcbcn. — Ja, man wagte einennoch entscheidendern Schritt: die Gemeinden des protestirendcnHochgerichts sollten sich als Helvetier erklären, sich vonBün-den trennen, mit „Voraussetzung der Abhebung gerechter Be-schwerden des erbvereinten Hauses Oesterreich" unter französischerVermittlung und angemessenen Bedingungen an die Schweiz schließen,und alle andere Gemeinden dazu ebenfalls einladen.
Dies verfassungswidrige, revolutionäre Verfahren drohte dieunvermeidliche Auflösung des Staatskörpers und reizte den Gegen-drang der Widersacher zur Wuth. In Trimmis, in ZizerSund andern Dörfern wurden die Anhänger der Vereinigung anfswildeste mißhandelt; in Chur plünderte man die Pulvcrvorräthe;in Ems schlug man vor, alle Patrioten vogelfrei zu erklären;man stellte Wachten ans; man untersuchte die Fuhrwagen, undbetrieb die Aufhebung der landtäglichen Regierung.
Guiot, unfähig, den Knoten zu lösen, welchen er selbst schür-zen half, nahm seine Freunde mit feierlichen leerdonnernden Wortenin Schutz der fränkischen Republik. Die Verfolgungen vermehrtensich; jede Partei warf der andern vor, sie wolle das Vaterland inSklaverei stürzen; jede pries von sich, sie suche des Volkes Freiheit.