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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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313
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fester auf ihrem Entschluß, um so weniger sie von der Versöhn-lichkeit der Gegenpartei zu erwarten hatten. Sie pflanzten auf ihrenöffentlichen Plätzen den Freihcitsbaum; ihre Bürger schmücktensich mit der Schweizer-Kokarde. Gleicher Trotz beseelte die übrigenPatrioten, wo deren einige beisammen waren. Selbst in Chur,wiewohl die Mehrheit der Zünfte Frankreichs und Helvetiens Ein-ladung verworfen hatte, wurden die helvetischen Farbe» furchtloszur Schau getragen.

Die gegenseitige Erbitterung stieg mit jedem Tage an. Nurdie Nähe zweier fremden Heere schreckte vielleicht einen Bürger-krieg zurück.

8 .

Bürgerliche und kirchliche Schwärmerei haben mit einander ge-mein, daß ihre Kraft gleich sehr von Niederlagen und Triumphengenährt wird, und nur im Verhältniß mit den Graden des Wider-standes, den sie findet, steigt oder fällt.

Was-anfangs Sache einzelner Männer gewesen, wurdeschnell Sache des Volks; was bisher Gegenstand des berechnen-den Verstand cs geblieben war, verwandelte sich in Angelegenheitbewegter Herzen.

Das Hochgericht Maienfeld, welches seinen Namen von einerkleinen Stadt in der Nähe des Luzicnsteigs empfängt, wird voneinem heitern »nd fleißigen Volke bewohnt. Die Landschaft ist eineder anmuthigsten Graubündens; unter dem Einfluß milden Him-mels reifen Korn, Obst und Wein auf dem fruchtbaren Bodenzur Fülle, und geben dem Landmann, mit dem Wohlstände, einGefühl von Behaglichkeit, welches der Vorläufer des Strebensnach edlerm Lebensgenuß zu sein Pflegt.

Hier war der Herd aller derer, welche eine Vereinigung Rhätiens

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