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gemäß konnte sie nicht anders, als Ihr Heil an das Schicksal derFürsten schließen. Indem sie mit Eifer nur dem Willen des Volks,oder vielmehr seinen Vorurtheilen, seiner Unwissenheit, seiner Vor-liebe zum Gewohnten, fröhnen zu wollen schien, mußten Vor-urtheil, Aberglauben, Unkunde der politischen Verhältnisse undTrägheit des Volkes ihren Absichten dienen.
Einige Freunde forderten mich auf, meine Gedanken über diekünftige Vereinigung mit der Schweiz bekannt zu machen. DieHoffnung, das öffentliche Urtheil berichtigen und manche Gcmütherberuhigen zu helfen, machte mich willig, ihrem Gesuch zu ent-spreche». In einer kleinen Flugschrift stellte ich die Veränderungendar, welche Italien und die Schweiz, unsere Nachbarländer, er-litten, und die Schwierigkeit, ja die Unmöglichkeit, daß eine armekleine Republik, wie Graubünden, ohne mitten im Frieden denDruck der Grenzstaaten, oder im Kriege die Gräuel des Kampf-platzes zu dulden, für sich selbst, unabhängig bestehen könne. —Zn arm, um mit Gold, zu schwach, um mit Waffen die Neutrali-tät zu decken; gedrängt von neuen Bedürfnissen, welche die ver-änderte Lage zeugt; zerrissen von Faktioncn, welche nicht ersterbe»,so lange ihr feindseliges Interesse lebt, werde Bünden im erstenKriege schutzlos unter dem Schwert des Siegers fallen, ungewissenSchicksals, ob es zcrtheilt an die Nachbaren, oder verbunden mitHelvetien, oder Provinz Oesterreichs werde.
Der Eindruck, welchen das Flugblatt hervorbrachte, verlor sichin der großen Wallung entgegengesetzter Meinungen und Empfin-dungen. Aber von diesem Augenblicke an rechnete mich die Parteider Patrioten, welche zur Freiheit und dem Untergang der Fa-milien-Herrschaft geschworen hatte», zu den ihrigen, während dieGegner derselben sich von mir entfernten, und fühlen ließen, daßdas Loos ihrer Feinde mein Loos geworden sei.