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andern. Persönliches Interesse und das Heiligthum unbesieg-barer Wahrheiten reißen ihn gleich stark empor; er nimmt an demUmstürze der Dinge Thcil, er schlafe oder wache; alle Welt istdurch die Erschütterung ans dem Geleise gehoben; Jeder eilt oderirrt in neuen Bahnen; große Leidenschaften reizen großen Wider-stand und Alles treibt dem Aeußcrsten zu.
Nachdem das betäubende Gewitter vorübergezogen ist, und wirans das Ueberlebte zurückschanen, so erstaunen wir vor Verwand-lungen, die zum Theil unser Werk sind, und können kaum begrei-fen, daß alles möglich gewesen sei; so wenig, wie ehemals,daß es möglich sein würde. — Mancher, der bei mildem Tem-perament, und zartem moralischen Sinn, in das Abenteuer derUmwälzung gezogen wurde, ward allmälig, und immer der gutenSache zu lieb, Mörder der Freiheit, Mörder der heiligstenRechte, während er noch immer, obgleich er den Fluch des Volkshörte, Volksretter, Schutzengel der Menschheit, politischer Heiligerzu sein meinte. — Mancher, der an den Wahrheiten der Vernnnft-gesetze fest hielt, ohne Klugheit in ihrer Anwendung, richtete sounersetzlichen Schaden an, als der Andere, welcher der Klugheitdas Gebot der Moral aufopferte. Sicyes sprach das Todesnr-thcil über seinen König; unter andern Verhältnissen war er dessen,oder der königlichen Würde Verthcidiger. Bonaparte hätte imGebranse ergrimmter Leidenschaften kein Reich gesetzlicher OrdnungHerstellen, und Robcspierre keine Schreckensregierung in Tageneinführcn können, wann die Wnth der Faktionen ermattet war.
Wer aber kennt das Gewebe der Verhältnisse? Und wie man-gelhaft steht, bei der Unkunde des Wichtigsten, das Urtheil derWelt über den handelnden Mann?
Wer diese Bemerkungen für eine vorläufige Entschuldigungstaatsumwälzerischer Verbrechen nimmt, irrt sich. Aber sie sindhinreichend, die Feder des Geschichtschreibers zu rechtfertigen, wenn