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meisten Meinungen der Beurtheiler vereinten, ins Protokoll ein-getragen. Der von den Jünglingen aus ihrer Mitte gewähltePräsident machte dem Beurthcilten den Inhalt des Protokollsbekannt, belobte seine Tugend, und ermunterte ihn, noch denhastenden Fehler zn entfernen, der seinen sämmtlichen Kameradenanstößig sei.
Indem die Erzieher hier die geheimsten Falten des Herzenssich öffnen sahen, und auf Spuren geleitet wurden, die ihnen außer-dem vielleicht stets verborgen geblieben wären, gewöhnten die Jüng-linge sich, ans die öffentliche Meinung zn achten; sie sahen ihremoralische Gestalt im Spiegel des allgemeinen Urtheils, und in-dem sie nach dem Besser» rangen, wurden sie ihre eigenen Bildner.
Dies ist in flüchtigen Umrissen das Gemälde vom Seminariumzu Reichenau, dessen Untergang durch die Revolution selbst vondenjenigen, als wesentlicher Verlust des Landes, beklagt ward,welche mit Verdruß dasselbe ans dem Boden einer Herrschaft blühensahen, deren Besitzer unter den Häuptern einer gegnerischen Parteistanden.
Zweiter Abschnitt.
i.
Indem ich mich nun der Erzählung jener wichtigen Ereignissenähere, welche die Aufmerksamkeit Europens lange, und noch län-ger den Kummer der gesitteten Welt beschäftigten, fühle ich erstdie ganze Schwierigkeit meines Unternehmens. Wie schwer ist es,sich selbst und seine Feinde und seine Freunde in dem Getümmelder außerordentlichsten Begebenheiten, in dem Drange wechselnderund unerhörter Umstände, z» erkennen und zn beurtheilen! Wieschwer, Thaten zu würdigen, welche der Druck des Augenblicks