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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Fabriken und Manufakturen auf dem Lande eiferte? — Städterwaren es, welche sich durch dieselbe» bereichert hatten, ahne darumiu Laster» zu schwimmen; Herrschlustige, welche Var dem Umsturzihrer Stühle zitterten, wen» der Landmann, wohlhabender, mitdein verfeinerten Lebensgenuß auch höhere Wünsche wagen müßte;obrigkeitliche Personen, welche Traktaten mit Königen schlossen,nnd ihr Volk zum Kriegsdienst ins Ausland warben, unbekümmert,daß der heimkehrende Soldat Laster nnd Seuchen der Fremdezurückbringe; Patrizier nnd Eitle, welche ihren Vorzug in seinenKleidern fanden, und es verwegen, sittenlos und beklagenswürdignannten, wenn der wohlhabende Bauer ihnen gleich gekleidet zude» Thoren der Stadt cintrat.

Fabriken nnd Handel, sagt man, find der Untergang von Acker-bau und Viehzucht. Ich zweifle daran. Hat die Viehzucht imAppenzell gelitten, seit die Spinnereien nnd Webstühle daselbsteingcführt worden, die Nichtbcgütcrten zu nähren? Oder sindGegenden der Schweiz, die den Ufern des Zürichsees den Rangdes Anbaues streitig mache», wiewohl Fabrik nnd Handlung dortblühen? — Sind Ackerbau und Viehzucht des Kantons Basel imVerfall, wo der dritte Theil der Landbewohner am Webstuhle undam Spinnrade lebt? wo man im Jahre 1754 an 1238 Posamentir-stühle und im Jahre 1786 weit über 2200 zählte? Nur Erfah-rung nnd Sachkenntniß darf über einen Gegenstand dieser Wichtig-keit entscheiden. Wenn hin und wieder ein einzelnes Thal,oder eine einzelne Gemeinde allzuleidcnschaftlich nnd znm Nach-theil ländlicher Arbeiten den Manufakturen anhängt, werden dieübel» Folgen bald das Gleichgewicht Herstellen. Ihre verwahr-loststen Acckcr werden die wohlfeile Beute thätigcr und klügererRechner.

„Wenn plötzlich Handel und Gewerbe stocken, sind alle Mann-fakturisten an den Bettelstab geworfen." — Die Bemerkung ist