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Blumen von Leinwand und Seiden das wilde Pitzthal u. s. w.Schwerlich ist ein Land in der Welt, verwahrloset von der stief-mütterlichen Hand der Natur, wie dieses, und durch menschlicheKunst so wohl unterhalten. Venedig und Holland öffneten demkaufmännischen Geiste ihrer Bürger das weite Meer, Reichthnmerzu sammeln. Aber das Bergland Tyrol, ohne schiffbare Strome,ohne besuchte Handelsstraßen, ließ seinem Bewohner keine Hilfs-quellen, als die seines erfinderischen Geistes.
Throls Nachbarin, Rhätia, die Mutter eines freien Volks,darf nicht in den Wettkampf mit jenem treten, wenn der Lorbeerdem Kunstflciß zufallen soll. — Nur ein Thal, das einzige,welches sich gegen Tyrol, wie Pforte zn demselben, öffnet, dasEngadin ist ihm zn vergleichen. Ein ähnlicher, gcwerbigcr Wan-dcrgeist herrscht hier, wie dort. — Wenn nicht die große Handels-straße über das Gebirg nach Italien die Stadt Chur und denFlecken Thusis belebten, und einige Häuser zum Transit- undSpeditions-Handel lockten, würde man in Bünden außer den Pro-dukten der Accker, Hccrdcn und Wälder kaum Erwcrbszwcige an-derer Art kennen.
Das Seltsamste von Allem ist, daß sich noch Lobredner fürden Mangel aller Gewerbigkeit erheben, und nicht ohne Erfolgdas Vorurthcil verbreiten konnten, den Bergvölkern sei Handel,Fabrikwesen und Manufaktur tödtliches Gift für Sittlichkeitund Freiheitssinn. — Herrschsucht, Egoismus und Frömmelei er-fanden das Mährchen; guthmüthige Unwissenheit lallte es nach.Das Vornrtheil hat so allgemein gefallen, daß die Frage nochjetzt ein Näthsel sein würde, wenn nicht Erfahrung den Träumereienwiderspräche.
Wer war es, der zuerst gegen Einführung des Handels, dcr>