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räumt, in der fruchtbaren Erde Grube an Grube geöffnet, jenerhineingesenkt, und der nützliche Boden darüber gebreitet wird.—In den wilden Confin-Thälcrn des italienischen Throls trägtder Bauer erst Erde über die kahlen Felscnplatten, und schafftAecker, wo die Natur ste zu bereiten vergaß.
Fruchtbarer sind die unter Wärmen» Himmel gelegenen Ländereiendes Bozner Kreises. Aber auch hier erblickt das Auge des Wan-derers die Spuren hoher Thätigkcit überall vom Ufer der Etschbis ins Gcbirg, wo das Land nntermaucrt in Terrassen cmporstcigt,wo, wie in Italien, der rankende Wcinstock die Pfade »mschattet,und fast keine Spanne Bodens ohne Zins ist.
Auch in den Bündner Thäkern wird Ackerbau getrieben, vor-züglich aber sind die weiten Gelände von M aicnfeld bisNeichenan,und das Thal Tomiliasea oder Domlcschg und Heinzenberg, dem-selben günstig. Selbst im Hochlande des Thälcs von Di sc nt iSwird der Pstug geführt, und Roggen und Walzen, auch Hirse undGersten, wenn gleich in geringer Zahl, gcärntet. Der früh herbci-eilendc Winter gestattet kaum einen Herbst. Darum wird das Ge-treide früh mit Sicheln geschnitten, und in hohen hölzerne», leiter-förmigen Gestellen, die Achrcn niederwärts geflochten, gedörrt.
Dennoch ist die Landwirthschaft im Ganzen sehr veriiachläßigt;man hängt Vorurtheilen an, und hält alle Neuerung für gewagtesSpiel, Der Ackerbau, mancherlei Unfällen der Wetters ansgcsetzt,und größere Thätigkcit heischend, wird der Viehzucht tief unter-geordnet. Selbst in denjenigen Gegenden, wo er am stärksten ge-trieben wird, weiht man ihm im Durchschnitte kaum den zwanzig-sten Theil des Bodens.
Trägheit, Vorurthcil, Eigennutz »nd falsche Dorfklnghcit ver-hindern den Flor der Landwirthschaft seit Jahrhunderten. GroßeAllmenden, die dem nicht in die Alpen gesandten Vieh auf wenigeMonate hin Fntter gewähren, mehr des Reichen, als des Aermern