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form eines Volks. Im übrigen Europa schien man plötzlich Allesgelernt, in Frankreich Alles verlernt zu haben. Hier kamenplötzlich alte und neue Ducs und Pairs, Baronen, Ritter, Prä-laten , die sich wieder Rang und Schritt streitig machten; das Volksollte wieder allein dienstbar, die allein seligmachende Kirche wiederallein mächtig werden. Napoleon hatte gut vorgearbeitet; dieSache ging desto leichter. Im übrigen Europa hinwieder sprachzu eben der Zeit ein freierer Geist. Nicht Adel, nicht Clerus,sondern Weisheit des Monarchen und Vertrauen des Volkes sinddie besten Thronstützen. Das fühlte jeder. Mau redete und schriebehrlicher, denn jemals, über öffentliche Angelegenheiten. Wäh-rend die Franzosen im Sack und in der Asche den Todestag Lud-wigs xvi. begingen, feierten die Deutschen den Tag der LeipzigerSchlacht. Rußland stiftete de» heiligen Bund, der alle Häupterder christlichen Welt in Europa zu einer Brnderfamilie, zum ewigenFrieden vereinen sollte. Von England aus ging die Idee, dieafrikanischen Seeräuber zu zähmen. Man sprach von neuen Staats-verfassungen; von der Gleichheit in bürgerlichen Lasten und Ge-nüssen; von Repräsentativshstemen der Monarchien; von Entfernungdes päpstlichen Einflusses u. s. w. Man hätte schwören sollen, eskomme die goldene Zeit.
Inzwischen man irrte sich. Es blieb bei den wilden Wehen.Schon der Gang des Wiener Kongresses eignete sich, Viele vomRausche überspannter Erwartungen zur Nüchternheit zurückzuleitenDie Fortdauer der ungeheuer» Auflage» und stehenden Heere mittenim Frieden mäßigte das Entzücken der Engländer. Die Versöhn-lichkeit des britischen Kabinets mit den Barbarcskcn nach ViscountErmouths vor Algier erfochtenem Siege lehrte, wie wenig vonSidney Smiths Planen und dem gewünschten Verein der See-mächte gegen die Naubstaaten zu hoffen sei. Auch die Deutschen,einst die begeistertsten von allen, lernten sich, während der bedäch-